Neue Straßenlaternen sollen freies WLAN-Netz in der Innenstadt ermöglichen

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Symbolbild

Bildquelle: pixabay

TRIER. Auf dem Weihnachtsmarkt in Trier lief die Generalprobe für ein öffentliches WLAN-Netz, mit dem Benutzer kostenfrei im Internet surfen können. Wie das Rathaus der Stadt Trier nun mitteilt, erklärte Oberbürgermeister Wolfram Leibe nun, wie das mobile Netz in Zukunft funktionieren soll.

Bereits in seiner Oktober-Sitzung diskutierte der Steuerungsausschuss die Vor- und Nachteile verschiedener Betreibermodelle für ein öffentlich zugängliches WLAN-Netz und entschied sich dafür, die Stadtwerke- Tochter Trilan mit dem Aufbau und dem Betrieb zu beauftragen.

Leibe fasste nun die Beweggründe und das weitere Vorgehen nochmals zusammen. Er berichtete, dass die Stadt in sehr gutem Kontakt mit der Initiative der Freifunker stehe, die ein WLAN-Netz mit der Hilfe von Privatleuten und Organisationen umsetzen wolle, dass jedoch die flächendeckende Versorgung eines zuverlässigen WLANs in der kompletten Innenstadt mit diesem Modell nicht zu stemmen sei. Da die Stadt in diesem Bereich keine eigenen Gebäude habe, müsste sie mit einer Vielzahl von Filialisten und Privateigentümern reden, um sie davon zu überzeugen, sich mit ihrem privaten beziehungsweise geschäftlichen Internetanschluss dem Projekt anzuschließen. Eine Netzabdeckung auf den Straßen und Plätzen sei zudem schwierig zu bewerkstelligen, da die Freifunk-Router innerhalb der Gebäude betrieben werden, die eine geringe Abstrahlung nach außen haben.

Parallel zu funktionierenden WLAN-Modellen anderer Städte seien deshalb die Stadtwerke mit dem Aufbau einer WLAN-Lösung beauftragt worden. Das Konzept sehe vor, neu aufzustellende Straßenlaternen zu nutzen, um Internet-Zugangspunkte zu installieren. Mit einem integrierten System wolle die Trilan zudem auch die Stadtbusse mit einem mobilen Netz ausstatten.

Es sei vorgesehen, die anfallenden Kosten mit Werbemaßnahmen, Zusatzdiensten (etwa im touristischen Bereich) und Entgelten für die WLAN-Nutzung jenseits des jedem zur Verfügung stehenden Freivolumens gegenzufinanzieren. Nach dem Konzept rechnen die Stadtwerke mit einmaligen Investitionskosten von 60.000 Euro und monatlichen laufenden Betriebskosten von 3000 Euro.

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